Inbetriebnahme eines neu aufgebauten Aston Martin DB2/4 Motors


Der Konstruktion des von 1953 bis 1959 angebotenene Sportwagens Aston Martin DB2/4 beruhte auf dem DB2, den er damit ersetzte. Serienmäßig wurden die Motoren ohne Schwingungsdämpfer auf der Kurbelwelle ausgeliefert. Diese Motorengeneration ist für starke Vibrationen im mittleren Drehzahlbereich bekannt. Unsere Aufgabe war die Adaption eines Schwingungsdämpfers an den Motor.

Nach dem Neuaufbau des Motors durch die Firma Total Perfomances / Koblenz, haben wir folgende Punkte auf dem Stationären Prüfstand getestet:

  • Dichtigkeit des Motors im Betrieb
  • Leerlaufdrehzahl und Synchronität der Vergaser
  • Lambdawerte bei Leerlauf sowie in allen Drehzahlbereichen bei Teillast und Volllast
  • Zündverstellkurve
  • Förderleistung der Wasserpumpe

Die nachfolgenden Arbeiten wurden ausgeführt:

  • Synchronisierung und Abstimmung der SU-Vergaser inkl. Leerlaufeinstellung. Um die Abstimmung zu erleichtern, wurde für jeden Zylinder im Krümmer eine Abgastemperaturmessstelle installiert. Außerdem wurde pro Hosenrohr eine Lambdasonde eingebaut.
  • Ein mehrstündiges Einlaufprogramm mit Kontrolle der Dichtigkeit des Motors und der Förderleistung der Wasserpumpe.

Mit Hilfe unserer Messtechnik sind wir in der Lage das Drehschwingungsverhalten des Motors mit und ohne Dämpfer zu überprüfen. Dabei kamen zwei Inkrementalgeber, je einmal vorne am Riementrieb und hinten an der Getriebeglocke, zum Einsatz, um die Torsion der Kurbelwelle zu ermitteln. So konnte mit einer Schwingungsanalyse ermittelt werden, wie wirkungsvoll der Dämpfer ist.