Komplettierung und Inbetriebnahme eines neu aufgebauten Opel CIH 2,5l 4 Zylinder


Die CIH-Motoren – Camshaft in Head, zu deutsch Nockenwelle im Zylinderkopf, entwickelt von General Motors, wurden von 1965 bis 1995 in Opel-Pkws eingesetzt. Dort lösten sie die bis dahin verwendeten OHV-Motoren mit einer seitlichen (untenliegenden) Nockenwelle ab, da diese den Ansprüchen vor allem hinsichtlich Drehzahlvermögen und Laufruhe nicht mehr genügten.

Der neu aufgebaute Rumpfmotor wurde bei uns angeliefert und folgende Tätigkeiten ausgeführt:

Durch Vogt Engineering / Braunschweig

  • Konstruktion und Fertigung einer Airbox, vier Ansaugtrichtern sowie einem Luftfiltergehäuse und der Halterung für die Zündspulen.

 

Durch Herrmann Motorenentwicklung:

  • Anfertigung von Dichtungen für die Ansaug- und den Abgaskrümmer.
  • Anpassung der Ansaugkrümmer an die Einlasskanäle.
  • Installation von einer Einzeldrosselklappenanlage der Firma Jenvey sowie vier MSD-Einzelzündspulen für eine zylinderselektive Einspritzung und Zündung.
  • Planung und Anfertigung des gesamten Motorkabelbaums inkl. aller Sensoren für ein MoTeC M48 Motorsteuergerät.
  • Umbau von einem externen Ölkühler auf einen Öl-Wasser-Wärmetauscher inkl. Verschlauchung für ein besseres Thermomanagement des Wasser-und Ölkreislaufes.

 

Danach wurde der Motor auf dem Stationären Prüfstand in Betrieb genommen:

  • Überprüfung der Dichtigkeit des Motors im Betrieb (Öl, Kühlwasser, Ansaugluft und Abgas).
  • Überprüfung und Parametrierung der Sensoren und deren Kennlinien im Motorsteuergerät.
  • Synchronisierung der Drosselklappen und Einstellen der Leerlaufdrehzahl.
  • Abstimmung des kompletten Kraftstoff- und Zündkennfeldes im freiprogrammierbaren MoTeC Motorsteuergerät.
  • Einbindung eines externen Lambdacontrollers mit einer Bosch LSU4.9 Lambdasonde in das Motorsteuergerät inkl. Parametrierung einer Volllast-Lambdaregelung.
  • Überprüfung der Förderleistung der Wasserpumpe.
  • Test der Kraftstoffversorgung mit Änderung des Kraftstoffdruckes während des Startvorganges.
  • Betrieb des Motors mit einem mehrstündigen Einlaufprogramm.

 

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